22. Dezember 2016

McCube – ein Designerhaus

Um die visionäre Idee von McCube-Gründer Oliver Pesendorfer umzusetzen – ein modulares Gebäudesystem zu entwickeln, welches auf stets gleichen und komplett vorfertigbaren Elementen besteht und diesem ein eigenständiges und modernes Erscheinungsbild zu verleihen – wurde der renommierte österreichische Architekt Juri Troy mit der Erstellung einer Konzeptstudie beauftragt.

Die Herausforderung dabei: ein vollwertiges Wohnkonzept auf minimalem Raum zu schaffen – kompromisslos und ohne Raumverschwendung. Troy entwarf dazu zwei Grundtypen.

„Der Typ A basiert auf einem Grundraster von 3,35 x 10,8 m. Der Single Cube – die kleinste Einheit aus nur einem Element – bietet zwei Zimmer und Nasseinheit auf gerade etwas mehr als 28 m². Stellt man zwei Cubes zusammen erhält man bereits eine 3 Zimmer Wohneinheit mit etwa 57 m². Und bei drei Elementen erhält man zusätzlich zu den 4 Zimmern bereits zusätzlich zu Bad und extra WC einen kleinen Arbeitsbereich mitgeliefert. Alles zusammen auf gerade einmal 86 m². Natürlich sind weitere Additionen bei Bedarf ebenso denkbar wie eine zweigeschossige Variante.“

„Der Typ B basiert auf einem Grundraster von 2,9 x 9,0 m. Hier umfasst die kleinste Einheit bereits 3 Cubes und liefert eine großzügige 2,5 Zimmer Einheit mit gut 62 m² Nutzfläche. Der Selbe Typ kann auch mit Stiege zweigeschossig ausgeführt werden und kommt so bei einer Grundfläche von 11,90 x 9,0 m inkl. Terrassenmodul auf eine Gesamtnutzfläche von 114 m². Dabei sind selbstverständlich auch andere Kombinationen aller Elemente möglich. Der auf vier Elemente erweiterte Typ B2 kommt als großzügige 3,5 Zimmer Einheit auf etwas mehr als 85 m² – der Typ B3 mit fünf ebenerdigen Elementen sogar auf beinahe 106 m². Auch hier sind natürlich zweigeschossige Varianten denkbar.“

„Das äußere Erscheinungsbild der neuen Cube-Serie ist geprägt durch ein klares Gliederungssystem aus raumhohen Fenstertürelementen und einheitlichen Wandelementen, deren Oberfläche in 3 verschiedenen Varianten erhältlich ist. Zum einen als Lattenfassade in wildem Verband über 3 Ebenen angebrachte 1 m lange Holzlatten. Des Weiteren als vertikale Holzlattung mit unbesäumten Brettern mit einer Deckbreite von 4 cm und einem Abstand von 3 cm. Und als dritte Variante bespannt mit einem Polyethylennetz, welches in diversen Farben erhältlich ist oder aber auch nach Belieben bedruckt werden kann. Die Innenräume werden dominiert durch das Konstruktionsmaterial Fichtenholz, welches nicht nur an Wänden und Decke sichtbar verwendet wird, sondern auch bei den bereits mit geplanten Möbelelementen, welche wesentlicher Bestandteil des Entwurfs sind. Raumhohe Türöffnungen und Schiebeelemente erzeugen trotz der kompakten Baukörper großzügige Raumfolgen. Die Offenheit zur vorgelagerten Terrasse erweitert den Wohnraum zusätzlich in den Außenbereich.“

Troy wurde 1972 in Bregenz geboren und absolvierte dort eine Steinmetz- und Hochbauausbildung. Danach folgte das Architekturstudium an der TU Innsbruck und der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Seit 2003 führt er sein eigenes Büro mit Sitzen in Wien und Bregenz und beschäftigt sich unter anderem intensiv mit Holzbau und nachhaltigen Gebäudekonzepten. So konnte beispielsweise 2010 das erste CO2-neutrale Einfamilienhaus in Pressbaum realisiert werden. Das Büro erhielt mehrere internationale Preise wie den Chicago Athenaeum Award, den Energy Efficiency Award, den Green Building FrankfurtRheinMain oder den Green Good Design Award.

juri troy architects